Ultraleicht Angeln einfach erklärt 

Ultraleichtes Angeln erzeugt extrem viel Spaß und ist in den letzten Jahren zu einem großen Trend geworden

Nicht nur an Forellenseen sondern auch an Stillgewässern und Kanälen punktet diese erfolgreiche Methode des UL Fischens. Ein stets wachsender Personenkreis an Anglern begrüßt die extrem sensiblen Ruten, tatsächlich fast unsichtbar dünnen Schnür und Kleinstköder für die Angelei auf Regenbogenforellen, Aland, Barbe, Döbel und Barsche. Die Möglichkeiten des UL Fischens scheinen nahezu unbegrenzt zu sein. Man kann praktisch jede Fischart gezielt ansprechen. Tatsächlich gibt es bereits UL Fischer die schon mit künstlicher Fliege Rotaugen mit einer UL Spinnrute fangen konnten. Eine Mega Gaudi!!!!

Auch die Vielzahl der Angeltechniken lässt praktisch keine Wünsche offen, von Dropshot über Micro Jig, zum UL Texas oder Carolina Rig, dem Spoon, dem Mini Spinner, oder sogar der künstlichen Fliege, Nymphe oder Micro Krebs. Die Möglichkeiten sind hier unbegrenzt. Insbesondere da man durch die kleinen Köder auch tatsächlich gezielt Friedfische sehr aktiv ansprechen kann.

Durch die feine Abstimmung des Geräts ist das ermüdungsfreie Fischen auch schon sehr kostengünstig möglich. So das man das UL Fischen tatsächlich ermüdungsfrei den ganzen Tag betreiben kann und der Drillspass ist auch bereits bei kleinen Fischen garantiert.

Ab wann spricht man von Ultra light angeln?

Eine konkrete Bestimmung nach Lehrbuch gibt es hier selbstverständlich nicht. Dafür ist Angeln zum Glück zu unbürokratisch und die Verbandler sowie Ausbilder sind von der Praxis meist mindestens genausoweit entfernt wie die Sonne zum Neptun. Branchenüblich würde ich tatsächlich sagen, ist der ultraleicht Bereich beim Spinnfischen von einem Wurfgewicht von 0-20g zu finden. Hier kommt es tatsächlich auf die unterschiedlichen Rutenaktionen usw an. Bei Gummiködern setze ich die Grenze beispielsweise auf 7cm und bei der Bebleiung durch Jigs oder Bullet Weights würde ich die Grenze auf maximal 10g setzen und das ist schon hoch gegriffen.

Gut aufeinander abgestimmtes Gerät

Bei der Fischerei mit solchen Microködern ist es natürlich wirklich wichtig das alles zueinander passt.

Zum Einsatz kommen Ruten zwischen minimal 1,20m üblicherweise bis maximal 2,75m.

Einige Rutenbeispiele in unterschiedlichsten Preisklassen:

Sportex Neowave Super ULR AW2100

Sportex Neowave Super ULR AW2400

Sportex Neowave Super ULR AW2700

Sportex Neowave ULR AW2200

Sportex Neowave ULR AW2300

Sportex Neowave ULR AW2800

Sportex Carat GT-S Spin Ultra Light CC2100

Sportex Carat GT-S Spin Ultra Light CC2400

Sportex Carat GT-S Spin Ultra Light CC2700

Sportex Carat GT-S Spin Ultra Light CC2751

Sportex Carat GT-S Spin Ultra Light CC3051

Sportex Black Arrow G-3 ULR BA1830

Sportex Black Arrow G-3 ULR BA2130

Sportex Black Arrow G-3 ULR BA2430

Sportex Black Arrow G-3 ULR BA2730

Sportex Curve PS1801

Sportex Curve PS2100

Sportex Curve PS2101

Sportex Curve PS2401

Sportex Curve PS2701

Sportex Black Pearl GT-ULR BP2100

Sportex Black Pearl GT-ULR BP2400

Sportex Black Pearl GT-ULR BP2700

Sportex Magnific Finesse L MG1800

Sportex Magnific Finesse L MG2001

Sportex Magnific Finesse ML MG1900

Sportex Magnific Finesse ML MG2100

Sportex Magnific Finesse ML MG2111 (Baitcast)

Sportex Bassista BS1800

Sportex Bassista BS2001

Sportex Bassista BS2111

Sportex Nova ULR PT1800

Sportex Nova ULR PT1801

Sportex Nove ULR PT2000

Sportex Nova ULR PT2001

Sportex Nova ULR Travel PT2300

Mitchell Epic RZ Spinning 1,80m 0-5g

Mitchell Epic RZ Spinning 2,10m 5-15g

Mitchell Epic RZ Spinning 2,10m 1-8g

Mitchell Epic R Spinning 3,00m 1-8g

Mitchell Epic R Spinning 3,00m 2-12g

Mitchell Epic R Spinning 2,70m 1-8g

Mitchell Epic R Spinning 2,70m 2-12g

Mitchell Epic R Spinning 2,40m 1-8g

Mitchell Epic R Spinning 2,40m 2-12g

Mitchell Epic R Spinning 2,10m 2-12g

Mitchell Epic R Spinning 2,10m 0-5g

Mitchell Epic R Spinning 1,90m 1-8g

Mitchell Epic R Spinning 1,80m 0-5g

Mitchell Epic R Spinning 1,70m 1-8g

Mitchell Epic R Spinning 1,50m 2-5g

Mitchell Epic Spinning 1,50m 1-8g

Mitchell Epic Spinning 1,00m 5-15g

Auf derartig leichte Ruten passen selbstverständlich nur leichte feine Stationärrollen. Allerdings halte ich persönlich es für nicht allzu schlau die Rolle allein an der Größensortierung zu bemessen. Da es inzwischen 4000er Modelle gibt die nur knapp 250g wiegen, kann man gar nicht pauschalisiert sagen nehm maximal eine 2000er Rolle besser eine 1000er. Das ist schlicht falsch gesagt. Ich empfehle beispielsweise sehr gerne Daiwa Rollen beim Thema ultraleicht, da Schnurverlegung und Bremsleistung schlicht phänomenal sind und die aktuellen Daiwa LT Serien extrem leicht und klein ausfallen. Eine 3000er Daiwa LT ist ungefähr gleich groß und gleich schwer wie eine 1000er Rolle von der Firma Tica.

Bespult werden die Rollen bei mir in der Regel mit einer 0,04mm – 0,08mm Stärke geflochtener Schnur. Bei monofiler Schnur empfehle ich die 0,16mm als Minimum das Maximum lege ich ungerne fest hierbei. Ich sage notfalls probiert aus ob Ihr es noch vernünftig werfen könnt. Bei Schnüren wie Berkley, Spiderwire, Mitchell könnt Ihr auch ruhig dünnere Stärken nehmen, weil diese komischerweise immer deutlich stärker ausfallen als Schnüre aus europäischer Herkunft.

Der Abschluss des Set Ups ist natürlich wie immer das Vorfachmaterial. Hier muss unbedingt die Dichte des Hechtbestandes im Gewässer berücksichtigt werden. Ich persönlich vermeide tatsächlich das ultraleicht Fischen an Gewässern mit einem großen Hechtbestand, weil es einfach verantwortungslos ist in meinen Augen. Aber das muss natürlich jeder auch mit seiner Köderwahl für sich entscheiden. Mit einem mittleren Hechtbestand kann man sein Glück mit einem 3-5kg Stahlvorfach versuchen, läuft aber eigentlich schon am Ziel des Ultraleichten vorbei. Eigentlich kommt streng genommen nur Fluorocarbon Material in Frage. Dieses nehme ich in der Regel tatsächlich von der europäischen Firma Asso (aus Italien) das Fluorocarbon ist meiner Meinung nach auch tatsächlich das Beste am Markt und bietet eine riesengroße Vielzahl an Durchmessern. Angefangen von der Stärke 0,10mm – 0,28mm findet man fast alles in 0,02mm Schritten. Tragkraft und Durchmesser stimmen tatsächlich überein. Climax macht aber auch sehr gute Fluorocarbon Schnüre. Nur leider nicht in diesen dünnsten Bereichen.

Besonders wichtig bei den Kleinteilen ist der sogenannte Snap (zu Deutsch Einhänger). Dieser darf natürlich nicht zu klein sein, sonst läuft der Köder nicht richtig. Hier ist die Drahtstärke entscheidend. Im allgemeinen muss man auch die Tönnchenwirbel erwähnen, da diese bei Ködern die sich um die eigene Achse drehen sehr wichtig sind, hier muss man aber unbedingt das Gewicht berücksichtigen, wenn man wieder auf andere Köder wie Wobbler umsteigt.

Es gibt keinen richtigen oder falschen Köder

Die möglichen Köder hier sind ja tatsächlich unendlich vielseitig, es geht über Gummiköder die Fischchen, Krebse, Larven, Creatures, Tuben, Twister oder was auch immer darstellen, über Mini-Wobbler, Mini Spinner, Mini Blinker (Spoons) bis hin zur künstlichen Fliege oder auch geführten Naturködern. Hier hat man sehr viel kreativen Spielraum und kann tatsächlich meist schnell was gutes finden. Gerne empfehlen wir Euch auch ein paar aktuelle Köder die wir am Fischen oder am Testen sind.

Köderführung beim UL-Fischen

Die Köderführung lässt sich im Wesentlichen hierbei überhaupt gar nicht verallgemeinern. Da diese noch facettenreicher sein kann als bereits die Auswahl der Köder. Hier kann man vielfältigst entscheiden ob einleiern, cranken, jiggen, zupfen, twitschen, stop’n’go, walk the dog, oder was auch immer gerade zu Köder und Montage passt.

Bei Fragen sind wir auch gerne telefonisch für Sie erreichbar oder per Email

Mit besten Grüßen

Bernhard Richtsteig