Praxistipp: Feederangeln auf Barbe am Rhein 

Praxistipp: Feederangeln auf Barbe am Rhein

 

Heute möchte ich Euch etwas über das Feederangeln auf Barbe weitergeben. Mit Feederangeln meint man das Grundanglen mit einem Futterkorb und einer entsprechenden Feederrute. (Feeder = Füttern).

Am häufigsten ist die Barbe in den Binnengewässern vertreten. Wer schon einmal eine Barbe gefangen hat, kennt den Spass beim Drill. Man erkennt den Biss an einem sich immer wiederholenden "Abzug" der Barbe. Es macht richtig Spaß.

 

Angeln mit dem Futterkorb

 

Mittlerweile erfreut sich das Feedern einer zunehmenden Beliebtheit unter den Anglern.

 Es ist sogar so beliebt, dass Veranstaltungen nur unter dem Banner der Feederangelei abgehalten werden.

Das Feedern bietet sehr viele Facetten des Angeln, angefangen mit dem Feedern im Stillwasser auf Brassen / Karpfen bishin zum Feedern auf weite Distanzen im Fluss.

Da diese Themengebiete für sich sehr speziell sind, wird im ersten Teil dieser Serie das Feedern auf Barbe im Fluss herausgriffen und versucht euch näher zu bringen.

 

Teil 1 – Das Feedern auf Barbe im Rhein

Der Rhein zählt zu den ströumgsstärksten Flüssen in Deutschland. Die Barbe fühlt sich unter solchen Bedingungen ganz besonders heimisch. Deshalb sollte bei der Auswahl der Ausrüstung auf Robustheit geachtet werden.

 

Doch vorab zum eigentlichen Feedern auf Barbe.

Normalerweise wird der Angelbereich so gewählt, dass dort mit wenigen bzw. keine Unterwasserhindernissen zu rechnen ist, dies ist aber im Rhein nicht immer möglich, da dieser viele Steinschüttungen und ähnliches beherbergt.

Also zuerst sollte die Gegebenheiten in der Uferregion begutachtet werden, wenn dort viel Kies zum Vorschein kommt, kann davon meist ausgegangen werden, dass der Untergrund im Fluss ggf. aus einer sogenannten Kiesbank besteht.

Dann wäre eine sehr gute Grundlage für das Feedern gegeben, da die Barbe solche Untergründe bevorzugt.

Zum Beginn des Fischen wird ein Futterplatz in der favorisierten Entfernung aufgebaut. Hier sollte beachtet werden, das Futterplätze ab einer 50m Distanz mit einer geflochtenen Schnur und darunter  mit einer monofilen Schnur beangelt werden, um somit vernünftig den Anschlag setzen zu können.

Als Fixpunkt zum Werfen, damit der Korb immer in die richtige Richtung fliegt, wird ein Objekt auf der gegenüberliegenden Seite fixiert. Um immer auf gleichen Punkt zu kommen, sollte die Schnur an der Rolle eingeclipt werden.

Das Anlegen des Futterplatzes erfolgt meist mit 4-10 Würfen nur mit Futter im Korb auf den Platz. Danach sollte eine aktive Angelei angestrebt werden. D.h. der Korb wird alle 3-4 Minuten wieder neu ausgebracht werden. Wenn die Fische sich auf den Platz stellen und viele Fehlbisse sind der Fall, sollte die Vorfachlänge variiert werden. Standardgemäß liegt das Vorfach bei 1 m, diese muss dementsprechend gekürzt oder durch Ersetzen verlängert werden. Barben mögen einen rollenden Futterkorb und vor allem viel Lebendköder im Futter, meistens Maden.

Zum Thema Futter:

Es gibt speziell für Feedern entwickelt Futtersorten, die den nötigen Erfolg versprechen. Wichtig hierbei ist, dass das Angelfutter sich eigenständig aus dem Korb drückt und nicht beim Reinholen des Korbes in diesem noch klebt.

Ein Vorschlag meinerseits zum Erstellen eines vernünftigen Fischfutters:

Mosella Explosiv Feeder

Mosella Competition Fliesswasser